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Klimawandel & Umwelt – wie uns die Politik zum Narren hält

„So wenig Eis war nie“

… lautet der alarmierende Titel eines Artikels der deutschen „Zeit“. Auch die Zwischenüberschrift klingt nicht weniger dramatisch „Nie war ein Winter weniger eisfrei“. Die einzig richtige Antwort auf diesen Humbug muss lauten „Nie war Journalismus schlechter“. Denn Überschriften wie diese werden uns in den letzten Jahren zwar regelmäßig um die Ohren geworfen, doch könnten sie genauso gut Oma Judiths Märchenbuch entstammen. Ich bin kürzlich auf eine interessante Grafik zum „Klimawandel“gestoßen. Auf dieser Grafik ist zu sehen, dass sich das Klima auf der Nordhalbkugel tatsächlich rasant erwärmt. Dies allerdings nicht weil Lieschen Müller sonntags mit ihrem 3-Zylinder Polo zum Familiensonntagsbraten fährt, wie es uns so gerne von der Politik erklärt wird. Vielmehr befinden wir uns heute in einer Phase nach einer sogenannten Klimanomalie, konkret der kleinen Eiszeit. Diese kleine Eiszeit nahm ihren Anfang laut Forschern ungefähr im 14. Jahrhundert und fand erst etwa gegen Ende des 19. Jahrhundert ihr Ende.


Hundertjährige mittlere Anomalien der Proxydaten auf der Nordhemisphäre im Vergleich zum Mittel von 11.-19. Jahrhundert. Quelle: Ljungqvist, F. C., Krusic, P. J., Brattström, G., Sundqvist, H. S. (2012): Northern Hemisphere temperature patterns in the last 12 centuries.

So ist es de facto aktuell trotz Klimaerwärmung wesentlich kälter in unseren Breiten als vor 1000 Jahren. Aktuell ist wieder vermehrt die Rede davon, dass schon in 20 Jahren der Nordpol komplett eisfrei sein könnte im Sommer – man beachte Grönland auf der Abbildung im 9. Jahrhundert, als das Klima in Grönland sogar wärmer schien als hierzulande. Dies bestätigen auch Forscher immer wieder und die Erkenntnisse reichen längst so weit, dass davon auszugehen ist, dass Grönland zu einem bis dato noch nicht genau bestimmbaren Zeitpunkt sogar völlig eisfrei war. Was heute von Hardlinern als direkte Folge der Menschheit verkauft wird, ist eng mit der Erdgeschichte verbunden. Das Klima ist steten Veränderungen unterworfen, ob durch Vulkane oder die Sonnenaktivität.

Unbestritten ist, dass die massive Umweltverschmutzung und der rücksichtslose Umgang mit den Ressourcen früher oder später zu massiven Versorgungsproblemen führen wird.

Die Schuld beim „Kleinen Mann“ zu suchen fällt leichter, als Spender, Unterstützer und Förderer wie Bauernbund & Konzerne zu verärgern

Ich lass mir gerne einreden, dass
– die zunehmende rasante städtische Verbauung mit mehr Beton, weniger Grünflächen für eine schnellere Erwärmung sorgt
– die pervers riesigen Kreuzfahrtschiffe wahre Dreckschleudern sind und zudem durch ihre riesigen Flächen allein dadurch den Meeresspiegel ansteigen lassen (eigentlich leicht zu verstehen – wenn in die Badewanne steigst wird das Wasser auch automatisch höher)- die massenhaft verspritzten Pestizide, Monokulturen und Massentierhaltung der Umwelt und der Gesundheit zusetzen
– der Plastikwahnsinn im Meer schon in Kürze für richtig massive Probleme sorgen wird
– die umweltvernichtende Wirtschaft in China & Co. nicht unbestraft bleibt
– das Roden der Regenwälder auf kurz oder lang das Klima extrem beeinflussen wird

Ich lass mir aber nicht einreden, dass
– kurzstreckige Fahrverbote oder Stadtsperren für Dieselfahrzeuge nachhaltig förderlich sind (ganze 100m sind es zb in Klagenfurt an nur einer Seite des Neuen Platzes, an allen anderen scheint die Belastung nicht gleich hoch zu sein?!)
– moderne Dieselfahrzeuge mit ohnehin kaum noch messbaren Ausstößen und
– die Fürze von Kühen oder Pferden ursächlich für die Klimaerwärmung verantwortlich sind!

Das ist einmal mehr ein feines Abputzen der Politik auf diejenigen, die sich aufgrund einer zu geringen Lobby nicht wirklich gegen so hirnrissige und wirkungslose Ideen wehren können – die Normalobevölkerung nämlich.

Warum die Politik nicht handeln kann

1.Pestizide

Pestizide, allen voran Glyphosat, können nicht flächendeckend verboten werden, weil der ÖVP sonst der Bauernbund die Hölle heiß macht. Stattdessen einigt man sich darauf, den Einsatz von Glyphosat – welch Überraschung – nur für die private Nutzung zu verbieten. Sollten wir uns nun, wie es uns die dafür verantwortlichen Kärntner Politiker auf den Pressefotos vormachen, darüber freuen? Wohl kaum, zumal die private Nutzung nur rund 2% der Gesamtmenge ausmacht! Danke Herwig Seiser, Martin Gruber, Peter Kaiser und Markus Malle für euren so selbstlosen Einsatz.

Foto: Gert Eggenberger. Glyphosat-Verbot: Kärnten biegt in die Zielgerade ein.

Während Monsanto, der inzwischen vom Pharmakonzern Bayer gekaufte Weltkonzern, immer mehr Gerichtsverfahren gegen bereits schwer, unter anderem an Krebs, erkrankte Personen verliert, versucht uns unsere „Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit – AGES“ auf ihrer Website zu erklären, dass „Glyphosat ist seit vielen Jahren in einer Reihe von in Österreich und auch weltweit zugelassenen Unkrautbekämpfungsmitteln (Totalherbizid) als Wirkstoff enthalten. Glyphosat ist für den Menschen, sowohl für KonsumentInnen von Lebensmitteln als auch für die AnwenderInnenvon Pflanzenschutzmitteln, bei sachgerechter Anwendung gesundheitlich weitgehend unbedenklich. Das bestätigt die wissenschaftliche Neubewertung auf europäischer Ebene. Die Bewertung beruht auf einer Vielzahl nach wissenschaftlichen Kriterien durchgeführten und geprüften Studien.
Im landwirtschaftlichen Bereich ist Glyphosat vor allem bei bodenschonenden Maßnahmen (Minimal-Bodenbearbeitung) und zum Erosionsschutz notwendig. Er wird auch im nicht-landwirtschaftlichen sowie im Heim- und Kleingarten-Bereich verwendet. Seine Wirkung als Totalherbizid beschränkt sich auf Pflanzen, die direkt mit dem Wirkstoff besprüht werden. Im Boden und Wasser wird Glyphosat vor allem von Mikroorganismen abgebaut. Laut aktuellen Zahlen des Bundesamtes für Ernährungssicherheit (BAES) wurden im Jahr 2017 rund 329 Tonnen des Wirkstoffes in Österreich verkauft.“

Zu ihren Aufgaben schreibt die AGES: „Im Zentrum der Aufgaben stehen der Schutz der Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen sowie die Sicherheit und Qualität der Ernährung und der Schutz der VerbraucherInnen vor Täuschung. Um dies zu gewährleisten analysiert, überwacht, bewertet, forscht und kommuniziert die AGES.

Das ist doch äußerst beruhigend. Entlang der Anbaugebiete großer Sojafelder in Argentinien gibt es dagegen seit Jahren drastisch erhöhte Krebsraten. Zudem werden immer häufiger Kinder mit teils massiven Fehlbildungen geboren. Der Zusammenhang mit dem Einsatz von Pestiziden ist zwar offiziell nicht bewiesen, die Verbreitung in den Anbaugebieten ist jedoch augenscheinlich. Experten und Ärzte fordern seit Jahren unabhängige Untersuchungen. Das auf dem Foto abgebildete zweijährige Mädchen Camila Veron leidet seit seiner Geburt an einer schweren organischen Behinderung. Der Zusammenhang mit dem Einsatz von Pestiziden im nahen Umfeld ist zwar nicht belegt, die behandelnden Ärzte gehen jedoch davon aus.

Argentinien ist zum Glück weit weg von uns.


AP/Natacha Pisarenko

2. Dieselfahrzeuge

Diese müssen dringend verboten werden, um einen Anstieg an Elektrofahrzeugen zu erzwingen. Die Folgen: dritte Welt Länder werden verpestet (Lithiumabbau in Südamerika) und Kinder ausgebeutet (Kobaldabbau im Kongo durch Kinder ). Zudem steigt der Strompreis für die Allgemeinheit ins unermessliche, also auch für jene die sich bereits jetzt das Heizen der Wohnung im Winter nicht leisten können. Doch wenn die Atomlobby der Politik, allen voran Kanzlerin Merkel, die Hand küsst, ist vieles möglich, das nach dem Super GAU in Tschernobyl undenkbar schien. So matchen sich in letzter Zeit PR Agentur um die besten Texte, dem so unsexy gewordenen Atomstrom doch noch ein sauberes Image zu verpassen. Passend dazu lässt die UN mit einem neuen „alarmierenden“ Bericht aufhorchen und wir wissen spätestens seit den Anschlägen des 11. September – die Angst ist der Politik größte Freund, wenn es darum geht, unpopuläre Themen wie Überwachung und Co. gesellschaftsfähig zu machen.

Wir wissen inzwischen – Südamerika ist zum Glück weit weg von uns.

Saubere Energie für Europa und die USA – Lithiumabbau in der Atacama Wüste. Im sogenannten Lithiumdreieck sind inzwischen große Teile des Trinkwassers belastet und Mensch und Tier bedroht.
Quelle: ZDF/Daniel Meinl

Hmm ja ich fühle mich gut vertreten durch euch, meine lieben Politiker und nein, ich habe überhaupt nicht den Eindruck, dass ihr nur bessere Laufburschen der Industrie seid. Man will es sich mit potentiellen späteren Arbeitgebern für überbezahlte Managerposten schließlich nicht verscherzen, ich verstehe es ja zum Teil. Allerdings nur bis zu dem Punkt, an dem die Allgemeinheit unter eurer Geisteshaltung zu leiden hat!

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