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Das Phänomen Greta Thunberg oder wenn die Welt das Verheizen einer Jugendlichen beklatscht

Alles was mir zu der momentan zum Olymp der Moral aufgeblasenen Bewegung rund um schulschwänzende aber durch verantwortungslose Erwachsene instrumentalisierte Teenager einfällt, ist leider nur die Frage, inwiefern dies mehr zum Umweltschutz beitragen sollte, als wenn betreffende Teenager samt ihrer Eltern aktiv durch Müllsammeln vor Ort, Vermeidung von Plastik im Alltag sowie ein generell die Ressourcen schonendes Leben sofort zum Umweltschutz beitragen. Ich kann leider nicht mit dem aktuell geforderten Gesellschaftsideal der Beifallsbekundung von Greta Thunberg dienen.

Greta Thunberg vor dem Schwedischen Parlament
(C) Anders Hellberg

Vielmehr würde ich mir jemanden wünschen, der ihren sie „managenden“ Eltern erklärt, wie verwerflich es ist, eine 15-jährige derart schamlos zu verheizen und die Familienkasse auf ihre Kosten klingeln zu lassen. Denn seit Greta über die Bildschirme flimmert, zeigt der Aktienkurs der beiden Firmen ihres Vaters Svante Thunberg, Ernman Produktion AB und Northern Grace AB, steil nach oben. 2019 sind wir so korrekt, dass wir einem Teenager den Friedensnobelpreis nachwerfen, der von seinen Eltern aus der Schule genommen, in den nächsten Zug Richtung Davos gesetzt und als Cash Cow missbraucht wird. Sorry, mir eine Spur zu scheinheilig. Zu heuchlerisch. Zu sehr davon ablenkend, dass die die tatsächlich etwas bewirken könnten, die Politiker nämlich die es gerne hinnehmen, dass europäische Unternehmen ihren Standort in das Umweltschmutzparadies China verlegen, seit Jahren einen riesen Haufen darauf geben, die Umwelt tatsächlich zu schützen.

An der unendlichen Gier und Raffsucht der Großkonzerne und Manager, die schulterzuckend zur Kenntnis nehmen, dass Tag für Tag fußballfeldgroße Flächen im Regenwald gerodet, bedrohte Tierarten ausgerottet, Meere zugemüllt oder Insekten vernichtet werden, wird nämlich auch eine Greta Thunberg nichts ändern! Und auch der Friedensnobelpreis nicht.

Was ist das heutzutage eigentlich, dieses dringende Bedürfnis einer glorifizierten Veränderungsblase zu huldigen, während man selbst Tag für Tag im Supermarkt des Vertrauens weiterhin zum Plastiksackerl greift oder das Auto nimmt, um die Zigaretten aus dem hundert Meter entfernten Automaten zu drücken. Anstatt die Verantwortung auf einen schulpflichtigen Teenager abzuwälzen und bei dieser öffentlichen Inszenierung mitzuklatschen, wäre es – zwar unbequemer – aber effizienter, sich selbst zu hinterfragen. Sein alltägliches Tun und Handeln zu hinterfragen. Selbst wenn Greta Thunberg von ihren Eltern in einem Zug rund um den Globus geschickt wird, verringert sich dadurch der Plastikberg im Meer oder die toxikologische Belastung chinesischer und indischer Flüsse, die die Einwohner ganzer Städte mit Krebs verseuchen, in keinster Weise! Es verleiht nur all jenen, die all ihr Engagement für Umweltschutz auf den Rücken einer 16-jährigen auslagern ein zumindest kurzfristiges Gefühl des Aktivseins.

Wer sich damit zufrieden gibt nach der scheinheiligen Pfeife ihrer Eltern zu tanzen, kann dies im Kauf ihres im April 2019 erscheinenden Buches mit dem dramatischen Titel „Szenen aus dem Herzen – unser Leben für das Klima“ gipfeln lassen.

Hoffen wir zumindest, dass es nicht in Plastik verpackt ausgeliefert wird!

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